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Der Kampf mit mir - Onlinetherapie - Onlinebehandlung - Video-Sprechstunde  

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 Gina
(@gina)
Neues Mitglied

Es ist ausweglos. Mit diesem Gefühl werde ich oft wach. Bei mir ist entweder alles schwarz oder weiß, sagt Herr Schraps. Er hat so Recht damit. 

Vor sieben Monaten bin ich zum zweiten Mal Mama geworden. Irgendwie war ich mir sicher, dass ich das dieses Mal ganz anders angehen kann. Aber auch dieses Kind mache immer wieder wahnsinnig mit meiner Angst. 

In den Sitzungen und Aufgaben erlerne ich Ruhe und Leichtigkeit, denn eigentlich weiß, dass das Leben schön ist. Es ist ein Wunder nach zwei schrecklichen Schwangerschaften zwei so wundervolle und gesunde Kinder zu haben. 

Warum nur scheitere ich immer wieder an mir selbst? 

Geduld mit mir selbst gehört da auch nicht zu meinen Stärken. Am liebsten würde ich alles umbauen, das Fundament meines Hauses neu gießen und fertig. Es könnte so einfach sein. 

Wären da nicht die Altlasten meiner Familie: Angst übertragen aus Generationen. Dieses Muster möchte ich durchbrechen. Ich will stark sein, ich will ruhig sein, ich will zufrieden sein. Das Leben ist zu schön um es sich mit negativen Gefühlen und Gedanken zu vermiesen. 

Also distanziere ich mich von meiner Familie. Na ja, zumindest von deren Gefühlen. Das ist doch alles gar nicht mein Mist der da auf mir lastet. Trotzdem muss ich damit kämpfen. Ganz schön fies manchmal. Es ist ein ganz schönes Gewicht, das da auf mir lastet. 

So gerne möchte ich wieder schlafen, nicht mehr so depressiv sein und keine Angst mehr haben. 

„Haben Sie Geduld mit sich.“ würde Herr Schraps nun sagen. 

Dann erinnere ich mich an meine Erfolge durch die Sitzungen und es geht mir besser. Ich glaube ein Bisschen vom Haus des Lebens ist schon wieder heile. Aber nur eine kleine Ecke. 

 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 23/01/2020 9:05 pm
(@he_schra-ad)
Estimable Member

@gina

Liebe Gina,

manchmal ist die Herkunfts-Sippe (die eigene Mama) bereits mit emotionalen Störungen versehen und diese werden (niemals schuldhaft) evolutionär übertragen. Dann hat Gina die Unsicherheit in sich und irgendwann ist das Fass voll und die große Angst die Prägungszeit (Haltlosigkeit) läuft ungeregelt einfach über.
Gerade das Gefühl der UNGEDULD ist für viele Menschen ein schwieriges Thema, aber es ist auch ein sehr wichtiges Thema, denn die Ruhe (Gegenspieler der Ungeduld) ermöglicht einer dicken Raupe - in eine Puppe zu verwandeln und dort ganz in RUHE sich zu einem Schmetterling zu verwandeln.

Sie arbeiten an einer angstfreien eigenen Persönlichkeit - ähnlich einem neuen inneren Haus, jedoch werden Sie durch äußere Umstände immer wieder gehindert, gestört oder abgelenkt. Das macht es schwer, aber nicht unmöglich.
Vertrauen Sie weiter dem Gefühl, dass Ihnen bereits viele Fenster geöffnet hat.

Sie kämpfen seeeehr gut, auch wenn es für Sie nicht immer so wirkt, weil die "schweren Altlasten" nicht einfach weggezaubert werden können 😉 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/01/2020 11:59 am
(@he_schra-ad)
Estimable Member

Kommentierung - für die Allgemeinheit

- anfangs Therapie in der Praxis, später als Onlinetherapie via Skype:
Meine Kommentare und Erklärung = Fettschrift

Es ist ausweglos. (genau dem Prägungsmuster folgend, denn als kleines Kind hat Gina genau dieses Gefühl erlebt und erlitten)

Mit diesem Gefühl werde ich oft wach. (das Gefühl ist ein Bestandteil der Persönlichkeit geworden)

Bei mir ist entweder alles schwarz oder weiß, sagt Herr Schraps. (diese Aussage konnte ich in Übereinstimmung unbewusster Wahrnehmungsmuster in Worte fassen)
Er hat so Recht damit. 

Vor sieben Monaten bin ich zum zweiten Mal Mama geworden. Irgendwie war ich mir sicher, dass ich das dieses Mal ganz anders angehen kann. Aber auch dieses Kind mache ich immer wieder wahnsinnig mit meiner Angst. (Gina merkt, sie hat keinerlei Kontrolle über dieses Baby. Stillen - nicht stillen - uuups - das Baby lässt sich nicht kontrollieren - gleichzeitig erfährt Gina eine gefühlte Abwertung: Ich bin als Mutter nicht gut genug, mein Kind verhungert, weil ich ihm nicht die Brust - und damit genug Milch geben kann... permanent zwanghafte Gedanken nicht gut genug, nicht fürsorglich genug etc zu sein - typische Muster aus der Kindheit)

 

In den Sitzungen und Aufgaben erlerne ich Ruhe und Leichtigkeit, denn eigentlich weiß, dass das Leben schön ist. Es ist ein Wunder nach zwei schrecklichen Schwangerschaften zwei so wundervolle und gesunde Kinder zu haben. (nicht ganz korrekt, denn in den Sitzungen lernt nicht das Bewusste System  - das wäre eher ein Ablenkungsprozess - das ungeduldige unbewusste Gefühlssystem, dass permanent durch Grübeln, Sorgen machen, Ängste entwickeln sich strukturiert - dieses System reorganisiert sich Schritt für Schritt um)

 

Warum nur scheitere ich immer wieder an mir selbst? (Gina scheitert nicht - sie hat die Erwartung, dass alles immer nur so funktioniert oder umgesetzt werden kann, wie es der bewusste Verstand gelernt hat und es erwartet - Prägungssystem - sich selbst abwertend nennt sie es scheitern...)

Geduld mit mir selbst gehört da auch nicht zu meinen Stärken. Am liebsten würde ich alles umbauen, das Fundament meines Hauses neu gießen und fertig. Es könnte so einfach sein. (damit mein Gina das symbolische "Haus des Lebens".  Tote Materie kann man so verändern und selbst in Kriegsgebieten neue Häuser bauen. Lebendiges Gewebe, also fühlende Wesen sind nicht so einfach gestrickt, wie ein Haus. Körper, Geist und Seele sind milliardenfach vernetzte Einheiten,  und Veränderungen benötigen Zeit, Selbstannahme und Geduld.)

Wären da nicht die Altlasten meiner Familie: Angst übertragen aus Generationen. Dieses Muster möchte ich durchbrechen. Ich will stark sein, ich will ruhig sein, ich will zufrieden sein. Das Leben ist zu schön um es sich mit negativen Gefühlen und Gedanken zu vermiesen. (diese Altlasten sind das Grundprogramm des neugeborenen Kindes und werden dann weiter konditioniert. Wie der Rohbau eines Hauses. Wenn der Rohbau "total fehlerhaft" ist, dann muss später das Haus des Lebens, als Ihre gesamte Persönlichkeit mit all den negativen Mustern komplett umgebaut werden, damit sich die negativen Muster auflösen können. Das ist die Realität des Lebens.)

Also distanziere ich mich von meiner Familie. Na ja, zumindest von deren Gefühlen. Das ist doch alles gar nicht mein Mist der da auf mir lastet. Trotzdem muss ich damit kämpfen. Ganz schön fies manchmal. Es ist ein ganz schönes Gewicht, das da auf mir lastet. (der bewusste Verstand distanziert sich in der äußeren Welt, also der Realität, jedoch die unbewussten Ebenen sind solange vernetzt, also verbunden, bis die innere Vernetzung gelöst wird. So funktioniert nun mal das Unbewusste:)

So gerne möchte ich wieder schlafen, nicht mehr so depressiv sein und keine Angst mehr haben. (sie sind dabei das gesamte Grundgerüst fehlerhafter Prägungsmuster zu verändern, Sie sind kein Roboter mit einem Umschalter, auch wenn und dies manche Publikation werbewirksam verkaufen möchte...)

„Haben Sie Geduld mit sich.“ würde Herr Schraps nun sagen.  (genau, denn das Unbewusste benötigt Zeit zehntausende von neuen Netzwerken zu erstellen und sehr viele Netzwerke zu verändern,,, - Ihr Baby lernt nicht an einem Tag sprechen oder laufen - es benötigt Zeit.... - auch Sie benötigen Zeit...)

Dann erinnere ich mich an meine Erfolge durch die Sitzungen und es geht mir besser. Ich glaube ein Bisschen vom Haus des Lebens ist schon wieder heile. Aber nur eine kleine Ecke. (..gute Gedanken... - und hier schreiben ist noch besser, denn dann erhalten Sie ein individuelles Feedback... 😉 

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/01/2020 1:09 pm
(@astrid)
Neues Mitglied

Hallo Gina,

deine Erleben und Verarbeiten verläuft für mich in meinem Prozess sehr ähnlich. Prägende Mama und Familie - ich will die Altlasten ablagen ..bei fehlerhaftem Rohbau ..

anstrengend - mit dem Bewussten ist und unbedingtem Wollen ist kein Weiterkommen möglich - nur noch mehr das Gefühl der Unfähigkeit, die sich wieder bis zur masßlosen Angst steigert. Aber dank unserer Therapie mit Herr Schraps  erkennen wir immer mehr und werden langsam heile - nicht nur in kleinen Ecken unseres Hauses - ich versuche immer wieder dankbar auf das zu sehen, was schon verarbeitet ist und mich an den kleinen Schritten zu freuen - es gelingt nicht immer - manchmal werde ich von meinen alten Pägungen und Mustern derart überrollt und ich merke es erst wenn ich schon wieder ganz tief drinhänge - aber früher wusste ich nicht von was, jetzt weiß ich dies und kann weitermachen 😊 liebe Grüße Astrid

 

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Veröffentlicht : 11/02/2020 5:11 pm
(@he_schra-ad)
Estimable Member

Alle Altlasten sind Bestandteil der Persönlichkeit geworden - deshalb müssen die negativen Anteil der Persönlichkeit verändert werden. Das ist nicht immer leicht....

AntwortZitat
Veröffentlicht : 13/02/2020 12:07 am
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