AUSGEZEICHNET.ORG

Reizdarm, Ängste und Schmerzen / eBook – PDF Datei

9,90  inkl. Mwst.

Reizdarm, Ängste und Schmerzen

eBook – als PDF Datei
226 Seiten – mit Online-Zugang

Artikelnummer: 978-3-948262-00-6 Kategorie: Schlüsselworte: , , , , , , ,

Beschreibung

Reizdarm, Ängste und Schmerzen

– Heilung mit System

Tagebuch einer neurobiologischen Heilung

– ohne Pillen, Diäten, Wunder oder Schulmedizin

 

Inhalt

  • Vorwort – Hoffnung nach einem langen Leidensweg
  • Wichtige Informationen zur neurobiologische Therapie
  • Von nichts kommt nicht! Ursache und Wirkung
  • Expedition Selbstheilung – wichtige Grundlagen
  • Reizdarm, Ängste und Co. – meine Vorgeschichte
  • Die erste Diagnose
  • Meine Erfahrungen mit der Naturheilkunde
  • Mein erster Klinikaufenthalt
  • Selbsthypnose-CD, EMDR und klassische Hypnose
  • Selbstbestimmte Gefühlshypnose als Therapie
  • Gefühlstherapie – meine ersten Erfahrungen
  • Nach-Reflektion aus damaliger Sicht
  • Die zweite Sitzung
  • Reise in die Kindheit
  • Heftige Kindheitserinnerungen
  • Die dritte Sitzung
  • Meine Gefühlswiese als Bühne der Gefühle
  • Die vierte Sitzung
  • Die ersten Süßigkeiten
  • Die fünfte Sitzung
  • Unterstützung vom Therapeuten
  • Die sechste Sitzung
  • Albträume
  • Meine Hausaufgabe
  • Die siebte Sitzung
  • Ein Logbuch als Wegweiser
  • Wilde Träume mit Bedeutung
  • Die achte Sitzung
  • Begegnung mit dem weisen Mann
  • Meine Eltern – Schmerz, Leid und Alkohol
  • Frühjahrsputz im Kopf
  • Die neunte Sitzung
  • Die Krebserkrankung
  • Die zehnte Sitzung
  • Falsch verstandene Hausaufgaben
  • Die elfte Sitzung
  • Was wirklich wichtig ist
  • Die zwölfte Sitzung
  • Der vermeintliche Rückfall
  • Die dreizehnte Sitzung
  • Die Ursache und die kleine Heidi
  • Brief an meine Mutter
  • Die vierzehnte Sitzung
  • Die Angst besiegen
  • Neue Wege
  • Ihr Zugang zum Internet-Forum
  • Danksagung

Hoffnung nach einem langen Leidensweg – Vorwort

Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war,

stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.

(Buddha)

Da Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, dieses Buch gerade in Ihren Händen halten, teilen Sie und ich sehr wahrscheinlich denselben Leidensweg: chronische Beschwerden mit Krankheitswert, die die Lebensqualität mindern und für die die Ärzte weder Ursache noch Heilung finden. In meinem Fall war der Weg lang, aber, und das ist die erste wichtige Information, die ich Ihnen mit auf Ihren eigenen Weg geben möchte, er hat ein Ende gefunden und ist in meiner persönlichen Lebensgeschichte nun ein Kapitel, das der Vergangenheit angehört. Auch Sie können dorthin gelangen.

In diesem Buch möchte ich Sie an die Hand nehmen und Ihnen zeigen, dass Ihr Schicksal kein Einzelfall ist. Auch ich (und Sie können sicher sein, dass es noch vielen anderen Menschen so geht) kenne das Leiden, die Odyssee auf der Suche nach einer Erklärung und vor allem nach Heilung. Ich kenne das Unverstandensein und den wachsenden Druck, der sich von den primären Beschwerden mit der Zeit immer weiter ausbreitet. Ich kenne die Ratlosigkeit, die Verunsicherung und die Verzweiflung bis zu jenem Punkt, an dem der Wille entsteht, einfach das Handtuch zu werfen und sich seinem Schicksal zu ergeben. Aber ich kenne auch die Hoffnung und das Wiederaufstehen und zuletzt das Gesunden. Dieses Buch ist also ein Buch über das Kranksein und vor allem ist es ein Buch über das Gesundwerden – Reizdarm als Selbstheilungsprozess!

Auf meinem eigenen Weg, in den Momenten der größten Niedergeschlagenheit, hätte es mir gut getan, zu hören oder zu lesen, dass andere bereits denselben Leidensweg durchwandern mussten und ihn hinter sich gelassen haben. Nun stehe ich an dem Punkt, an dem das Leiden hinter mir liegt und möchte Ihnen mit diesem Buch genau das bieten. Im besten Fall ist es Ihnen ein nützlicher und vertrauter Begleiter, der Ihnen Mut zuspricht, der das Ziel kennt und Ihnen den Weg dorthin deutet.

Ich kann und möchte Ihnen keine Heilung versprechen. Wo zähes Leiden ist, fanden sich schon immer viele marktschreierische Heiler mit fragwürdigen Methoden. Ich möchte mich nicht in diese Reihe einordnen, indem ich versuche, noch ein bisschen lauter zu schreien. Nein, ich möchte Ihnen einfach erzählen, wie sich mein Weg gestaltet hat und welche Therapie für mich letztlich zum Erfolg geführt hat. Ich werde dabei sowohl den Behandlungsprozess beschreiben als auch – so kurz wie möglich und so ausführlich wie nötig – auf die neurobiologischen Gesetzmäßigkeiten eingehen, die der Behandlung zugrunde liegen.

Wenn Sie diesem Buch eine Chance geben möchten, dann folgt nun zum Abschluss des Vorwortes die Kurzform meiner Krankheits- und Heilungsgeschichte, bevor wir uns dann im ersten Kapitel zu einigen grundlegenden Überlegungen zur Funktionsweise und der Macht der Gefühle über den Körper zusammenfinden und einen Blick auf die Selbstheilungsmöglichkeiten werfen, die sich ganz logisch daraus ergeben.  Für weitergehende Informationen steht Ihnen der Online-Zugang zum internen Forum zur Verfügung. Im Forum finden Sie Filme (Live-Therapie-Mitschnitte), Ratschläge zur Selbsthilfe, Unterstützung und Erfahrungsaustausch. Weitere Details finden Sie im Kapitel „Online-Forum“ – Reizdarm,Schmerzen und Ängste..

Nun also zu mir. Die chronischen Beschwerden, von denen nun schon ein paar Mal die Rede war, waren in meinem Fall: Reizdarm, Nahrungsmittel-Intoleranzen, Schmerzen und Ängste. Sechs Jahre bevor ich selbst Besserung und Heilung fand, begann mein Leidensweg mit nächtlichen Magen-Darm-Krämpfen. Die erste Diagnose nach mehreren Arztbesuchen lautete Fructose-Intoleranz. Für mich, eine bekennende Schokoholikerin und Süßigkeiten- und Obst-Fanatikerin zum damaligen Zeitpunkt eine Botschaft katastrophalen Ausmaßes – im Vergleich zu allem, was später an Beschwerden und Einschränkungen dazu kam geradezu eine Lappalie!

Eine strikt durchgezogene Ernährungsumstellung führte nicht zum Abklingen der Magen-Darm-Krämpfe. Nach zwei Jahren folgten zwei weitere Diagnosen: Laktose- und Histamin-Intoleranz. Viele Nahrungsmittel verschwanden von meinem Ernährungsplan – die Beschwerden aber blieben und führten zu einem Gewichtsverlust von 14 kg. Niedrigster Stand auf der Waage: 49 kg. Meine gesamte Körperverfassung war schlecht und wirkte sich stark auf meine Stimmung aus, sodass nun nicht nur der Körper die Gefühlswelt negativ beeinflusste, sondern andersrum auch die Gefühle die körperliche Verfassung weiter verschlechterten.

Arztbesuche, alternative Heilmethoden und ein Klinikaufenthalt blieben ohne Erfolg, abgesehen von einer neuen Diagnose: Reizdarm. Schön, dass die Dinge einen Namen haben, dachte ich mir, schöner wäre jedoch, wenn mir jemand zur Linderung meiner Probleme verhelfen könnte. Oft saß ich in dieser Zeit bis spät in den Abend vor dem PC und durchforstete das Internet nach neuen Behandlungsmöglichkeiten.

Einiges, was sich dabei finden lässt, hatte ich schon ausprobiert und dämpfte meine Hoffnung absichtlich, wenn ich auf etwas Neues stieß, um mir eine allzu große Enttäuschung zu ersparen. Bei einem dieser Streifzüge durch das Internet kam ich irgendwann auf das NeuroBioMed-Therapiekonzept, das steht für neurobiologische Konfliktverarbeitung (Mediation).

Diese Therapiemethode soll bei chronischen körperlichen Beschwerden und psychischen Störungen helfen. Ich war einerseits interessiert und zweifelte andererseits. Doch obwohl ich anfangs so skeptisch war, sollte diese Therapie die letzte Maßnahme sein, die ich zur Beendigung meiner Beschwerden in Angriff nahm. Nicht, weil ich danach die Flinte ins Korn warf, sondern weil die Beschwerden sich auflösten.

Bei einem Informationsvortrag, der vorab stattfand, konnte ich lernen, worum es in diesem Therapiekonzept geht und ob es für mich erfolgversprechend sein könnte. Ich war schon etwas erstaunt und verwirrt. Warum? Weil ich nach dem Vortrag unser Gesundheitssystem mit ganz anderen Augen betrachtete.  Nachfolgend ein stark verkürzter Ausschnitt:

„Allein in Deutschland leiden mehr als 15 Mio. Menschen an verfestigten Beschwerden und Dysfunktionen. Dazu zählen psychosomatische, psychische und chronische körperliche Erkrankungen. Allein in den letzten 20 Jahren wurden zusätzlich über 100.000 Ärzte ausgebildet, doch in vielen Fällen konnte die Medizin kein Abklingen der Beschwerden chronischer Erkrankungen herbeiführen. Ich bin ein lebendes Beispiel mit meinem Thema Reizdarm, Ängste und Schmerzen.

Dahinter steht eine veraltete Annahme, die fest in unserem Gesundheitssystem verankert ist. Noch immer trennt es körperliche und psychische Erkrankungen. Dieses dualistische Prinzip aus dem vorigen Jahrtausend wurde durch die Neurobiologie längst widerlegt. Zahlreiche Experimente in den letzten 20 Jahren haben deutlich gezeigt, wie eng Körper und Psyche tatsächlich miteinander verknüpft sind. Dasselbe, als Einheit zu verstehende Nervensystem durchläuft unseren gesamten Organismus, Es ist maßgeblich sowohl für unsere emotionalen und körperlichen Empfindungen als auch für die Steuerung unserer Organe und Handlungen zuständig.

Jeder Versuch, bei der Bekämpfung psychischer, psychosomatischer und vieler körperlicher Krankheiten diese zentral gesteuerten Verknüpfungen zu ignorieren, muss daher fehlschlagen. Und tut es in der Praxis vielfach.

Weltweit führende Neurobiologen, Nobelpreisträger und Hirnforscher haben gezeigt, wie eng Körper und Geist vernetzt sind. Wie neurologische Muster bestimmen sie über unser seelisches und körperliches Befinden. Fehlerhafte Muster erzeugen oft körperliche und seelische Betriebsstörungen. Doch diese unbewussten Muster sind nicht in Zement gegossen, sie sind veränderbar. Das gilt natürlich auch für das Reizdarm-Syndrom.Mit der neuronalen Plastizität kann jeder Mensch auch langwierige Beschwerdebilder dauerhaft verändern und das Gefühl der zufriedenen Lebendigkeit spüren.“

Ja, liebe Leser, auf der einen Seite war ich verwirrt und auf der anderen Seite zeigten mir meine schmerzhaften Erfahrungen der letzten Jahre genau diese fehlerhafte Entwicklung in unserem Gesundheitssystem.

Und ich schöpfte Hoffnung, dass es möglich wäre, diese neurobiologischen Konflikte beizulegen und dadurch meine Beschwerden zu beenden. Ich wagte den Schritt in die Therapie und wurde dafür belohnt – mit dem besten, was eine Leidende bekommen kann: zuerst Besserung, dann Heilung. Von Sitzung zu Sitzung war immer etwas in Gang. Die Abwärtsspirale zwischen Körper und Seele wurde zu einer Aufwärtsspirale. Die innere Unruhe, meine Ängste und mein Kontrollbedürfnis lösten sich mit der Zeit auf und die Reizdarm-Beschwerden verschwanden. Heute kann ich wieder Milchprodukte, Obst und auch Süßes zu mir nehmen und empfinde Essen seither erst recht als Genuss. Kurz und einfach: es geht mir gut und ich fühle mich gut. Ich hoffe, ich kann Ihnen mit diesem Buch einen Weg aufzeigen, der sich für Sie zu gehen lohnt und Ihnen somit helfen, selbst wieder zu diesem kostbaren Punkt des Wohlbefindens zu gelangen.

Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Erfolg auf Ihrem Weg in ein reizdarmfreies Leben.!

Tausende von Neurowissenschaftlern, Neuropsychologen, Evolutionspsychologen und Verhaltensbiologen haben sich damit verdient gemacht, neue Erkenntnisse über die Arbeitsweise

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

… Gründen (man könnte nun über Interessen der Pharmaindustrie spekulieren, die 80% aller ärztlichen Fortbildungen spon-sert) haben die Erkenntnisse all dieser angesehenen Wissenschaftler den Weg zum großen Teil der Mediziner und Therapeuten noch nicht gefunden. Und das, obwohl die Zahl der chronischen Erkrankungen stetig wächst …

Schauen wir uns also an, was die Neurowissenschaftler heraus-gefunden haben. Wie also funktioniert das Zusammenspiel von Körper, Geist, Bewusstsein, Unbewusstem und Seele und was bewirken sie im Körper?

Expedition Selbstheilung – wichtige Grundlagen Damit Sie die wesentlichsten Grundlagen so unkompliziert wie möglich erkennen können, übernehme in diesem Kapitel die Texte aus dem Buch meines Therapeuten. Er beschreibt das unvorstellbar

Wenn Sie mehr über die komplexen Zusammenhänge erfahren möchten, so finden Sie im Online-Forum weitergehende Informatio-nen, wissenschaftliche Vorträge, Erkenntnisse, spannende Therapie-Videos als Live-Mitschnitte und geführte Anleitungen zum Thema Selbstheilung.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

oder lässt uns bewusst Gefühle wahrnehmen und Handlungen umsetzen. Zu diesen Gefühlen zählen z.B. Hunger, Durst, Ekel, Erb-rechen, Durchfall, Völlegefühl, Appetit, Krämpfe und Schmerzen. Frei nach dem Motto: Bei einem Ekelgefühl fangen wir an zu wür-gen und bei einer Angst spüren wir häufig den Drang zur Toilette.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Das Gehirn – die Steuerzentrale unseres Lebens

Der älteste Teil des Gehirns ist der Hirnstamm oder auch Reptiliengehirn genannt. Es ist ca. 500 Millionen Jahre alt. Es übernimmt im Wesentlichen die Regulation und Koordination von Atmung, Herz-Kreislauf, Schluckreflex, Husten-, Brech- und Würgereiz, Wachheit, Schläfrigkeit, Hunger, Durst und Darmtätigkeit. Auch die Steuerung der Augenbewegung und das Dopamin-System werden hier aktiviert. Dopamin ist ein Nervenbotenstoff – mit motivations- und antriebssteigernden Effekten. Im Reptiliengehirn strukturieren sich auch die extremen Stressreaktionen: Kampf oder Flucht. Seine Informationen, Aktionen und Handlungsanweisungen gibt es zur Weiterverarbeitung an andere Hirnbereiche weiter.

Das Kleinhirn gehört ebenfalls zu den sehr alten Gehirnbereichen und ist weit über 400 Millionen Jahre alt. Es ist unter anderem zuständig für die Motorik, erlernte Bewegungsabläufe, aber auch für Berührungsreize. Auch mischt es beim Thema Hyperaktivität, Emotionssteuerung, Kurzzeitgedächtnis und Kontrolle sensorischer Daten kräftig mit. Störungen und Fehlprogrammierungen in diesem Bereich können unter anderem folgende Symptome entstehen las-sen: Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Schluck- und Atembeschwerden, Unruheverhalten, Kopfschmerzen und z.B. fehlende Impulssteuerung.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Die für unser Gefühlserleben wohl wichtigste Hirnregion ist das Limbische System. Es ist ca. 150 – 300 Millionen Jahre alt und mit der Entwicklung der Säugetiere entstanden. Das Limbische System be-steht u.a. aus Hippocampus, Amygdala und Thalamus. Es strukturiert im sozialen Umfeld die grundlegenden Gefühle, wie Angst, Lust, Freude, Liebe, Wut, Traurigkeit, Spieltrieb, Mitgefühl und Ler-nen über das Grundprinzip des Nachahmens. Auch Sexualverhalten, Hormonsteuerung und Herz-Kreislaufregulation finden hier statt. Das Limbische System informiert als unbewusster Taktgeber das Großhirn.
Störungen und sogenannte Fehlprogrammierungen in diesem System entwickeln beispielhaft diese Symptome: Durchfall, Verstopfung, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Krämpfe, Schlafstörungen, übermäßiges Schwitzen, Puls- und Herzrasen, Reizdarm, Reizblase, Bluthochdruck, chronische Körper-, Gelenk- oder Organschmerzen und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Autoimmunstörungen und Allergien. Aber auch Depressionen, Burnout, Phobien, Zwänge, Unruhe, Grübeln, Minderwertigkeit, Schuldgefühle und Restless Legs.

Der evolutionär jüngste Bereich im Gehirn ist das Großhirn. Das Großhirn ist die Kommunikationszentrale und strukturiert u.a.
bewusstes Denken, Fühlen, Bewertungen und Handlungen. Dazu verarbeitet es Informationen aus den Organsystemen, der Umwelt, den Gefühlswahrnehmungen und den Erfahrungssystemen. Frei nach dem Motto: Ich habe Hunger, das ist nicht schön, deshalb gehe ich zum Kühlschrank. Dieses Großhirn stimmt die Umweltreize der Gegenwart mit den unbewussten Erwartungen und Erfahrungen der Vergangenheit ab. Es überlegt sich Handlungsstrategien, zum Bei-spiel Meidung, Ignoranz, Abwertung oder Unterdrückung. Dieses Großhirn besteht aus zwei Hälften, auch Hemisphären genannt. Diese Hemisphären entwickeln unterschiedliche Verarbeitungskompetenzen.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

In unserer Leistungs-Druck-Gesellschaft kommt es immer häufi-ger vor, dass der analytisch denkende Bereich durch fehlerhafte Erlebnisse oder Prägungsprozesse zu dominant geworden ist. Die möglichen Folgen für Betroffene: Grübeln, sich Sorgen machen, Nervosität, Unruhe, Perfektionismus, die eigene Wertigkeit und eigene Entscheidungen immer wieder in Frage stellen bzw. zu bewerten.
Gleichzeitig schaffen sie es durch bewusstes Denken immer bes-ser zu funktionieren und so leistungsfähiger zu werden. Ihren eigenen Körper und ihre eigenen Bedürfnisse bleiben dabei oft auf der Strecke.
Jede noch so kleine Anerkennung und jede Unterhaltung, jede mögliche Abwertung und jeder noch so kleine Hinweis auf eigene
Minderwertigkeit wird auf die innere Wort-Goldwaage gelegt und analysiert, frei nach dem Motto:
Zuerst kommt meine Leistung, damit andere sehen, was ich wert bin. Diese Leistungs-Show gibt den Betroffenen inneren Halt. Auch fällt es vielen leistungsorientierten Menschen schwer über Gefühle zu sprechen.

 Die andere Hirnhälfte ist mehr für das ganzheitliche Denken (parallele und gleichzeitige Verarbeitung) zuständig. Diese Hirn-hälfte kann träumen, denkt räumlich, musisch und bildhaft. Sie kann der Fantasie freien Lauf lassen, während sie gleichzeitig Musik hört, ein Bild malt und die Farben anmischt. Bei einer Dominanz dieser Hirnhälfte können sich kreative, fantasievolle und hochemotionale Menschen entwickeln, aber auch Fantasten und Tagträumer.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Da das System des Unbewussten viel älter als das Bewusstsein ist, konnte es sich mit dem Körper deutlich stärker vernetzen und
verbinden, als das Bewusstseins mit seiner Sprachfähigkeit. Möchte man also an Gefühlen, Verhaltensmustern, chronischen Störungen oder Schmerzen arbeiten, so ist ein Zugriff auf das Unbewusste sehr viel naheliegender und sinnvoller.

Innerhalb der letzten 500 Millionen Jahre hat der Körper hoch-komplexe Mechanismen zur Selbstheilung entwickelt, die bis heute nicht verstanden werden. Das Grundprinzip nennt sich Selbstorganisation und Evolution.
Die große Mehrzahl aller sogenannten Wunderheilungen basieren auf dem natürlichen Prinzip der Selbstheilung. Selbst bei schwe-ren Erkrankungen gibt es solche Effekte. Mit einem Wunder haben diese Selbstheilungseffekte jedoch nichts zu tun. Vielmehr geht es um

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Träume – so verarbeitet das Gehirn Erlebnisse & Erfahrungen

Einer dieser unbewussten Verarbeitungsmechanismen ist der Traum, von dem wir heute wissen, dass er keine alleinige Fähigkeit des Menschen ist. Alle Säugetiere verarbeiten Informationen wie Lebenserfahrungen und Ereignisse im Traum. Wir teilen also auch diese Hirnleistung mit sehr vielen anderen Lebewesen. Wenn Sie sich selbst fragen, wie Träume in der Regel gestaltet sind, werden Sie wohl auch darauf kommen: anscheinend unlogisch, sehr gefühlsbetont und es wird wenig gesprochen. Unlogisch allerdings erscheinen sie nur in Hinblick auf unser Bewusstsein. Für unser Unbewusstes handelt es sich um das perfekte Verarbeitungsinstrument, weil sie nach seinen Regeln funktionieren. Träume erscheinen uns oft absurd, aber nur weil sie nicht die Sprache des logischen Bewusstseins nutzen. Unsere Großhirnrinde, speziell unsere sprach-dominante Hirnhälfte kann damit wenig anfangen. Das bedeutet aber nicht, dass das Unbewusste sprachlos ist. Es spricht nur in einer Sprache, die wir im bewussten Zustand nicht direkt verstehen. Es spricht in Bildern und Symbolen, die durch Gefühle genauso aktiviert werden wie durch Wörter (Bedeutungen).
Betrachten wir uns eine Alptraum-Serie aus der Therapiepraxis:
Sie liegen auf einer schönen Sommerwiese, plötzlich kommt eine Art Monster und will Sie fressen oder jagen…- Sie wachen mit schnellem Herzschlag und Ängsten auf. Mehrere Wochen später,

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Nur blöde Träume, so ein Nonsens. Monster gibt es nicht und das Lieblingscafé liegt mitten im Park. So oder ähnlich erklären Sie sich bewusst diese Träume. Manche greifen nun zum Handbuch für Traumdeuter. Doch das ist so ähnlich, als würden Sie aus dem Kaffeesatz Ihre Zukunft ablesen wollen, denn jeder Traum ist das individuelle Ergebnis eines einzigartigen Gehirns.

Was passierte hier wirklich, in einer dem Bewusstsein unbekannten Sprache? Im Unbewussten des Patienten saß eine tiefliegende Angst: Ich bin nur etwas wert, wenn ich etwas leiste. Der Patient litt unter dem Burnout-Syndrom, hatte das Reizdarm-Syndrom und viele weitere körperliche Baustellen. Sein unbewusstes Prägungssystem nutzte symbolhafte Bilder, um zu zeigen: Du darfst dich niemals ausruhen, Urlaub machen oder deine Zeit verplempern. Der bewusste Verstand versuchte bis zum körperlich-seelischen Zusammenbruch immer zu funktionieren. Das unbewusste Gefühlssystem hat den bewussten Verstand peitschend vor sich hergetrieben.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Einzigartige Gehirne erzeugen einzigartige Gefühle

Nun könnte man annehmen, dass alles, was dort im Unbewussten passiert, zum Beispiel tief unten im Limbischen System, für uns nicht begreifbar ist, dass wir dort keinen Zugriff haben und nichts ausrichten können. Doch das ist glücklicher Weise nicht der Fall. Das Bewusstsein hat durchaus reichen Kontakt zum Unbewussten. Die Bilder und Symbole können in Wörtern beschrieben und so auch bewusst verarbeitet werden. Außerdem gibt es Möglichkeiten, über emotionale Vorstellungsebenen und eigener Kreativität die tieferen unbewussten Ebenen zu erreichen.

Bevor wir uns das ansehen, müssen wir aber noch einen Blick darauf werfen, wie Menschen bestimmte Gefühls- und Verhaltens-muster entwickeln. Die Komplexität und Flexibilität des menschlichen Gehirns gehen einher mit seiner Individualität. In der Hauptprägungsphase lernt jedes Gehirn auf individuelle Weise, wie es etwa bei Anspannung, Unruhe, Angst oder Wut reagieren soll. Am stärksten lernt das Gehirn dabei nicht etwa aus Wörtern, die wir lesen oder hören, sondern aus Erlebnissen und den dabei gefühlten Emotionen.

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Durch das Grundprinzip der Selbstorganisation lassen sich in der unbewussten Gefühlsebene die negativen Gefühle auflösen, damit sich die positiven Gefühle entfalten können. Die Neurobiologie hat diesen Weg dabei nicht erfunden, sondern seine Wirksamkeit nachvollzogen und mit einer Begründung versehen. Viele therapeutische und spirituelle Methoden haben bereits Teile dieses Weges benutzt. Auch Meditation und Hypnosetherapie beispielsweise arbeiten mit körpereigenen Selbstheilungsprogrammen, jedoch fehlt hier häufig das Prinzip der Selbstbestimmung und der Selbstorganisation.

Neu an der NeuroBioMed-Therapie ist die Konsequenz, mit der dieser Weg gegangen wird, weil die Therapie auf den wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen der Neurobiologie fußt. Sie macht sich die dabei zutage gekommenen Zusammenhänge des Gefühlslebens mit dem Gesamtorganismus sowie die Aktivierungswege der Selbstheilungskräfte zunutze. Sie weiß damit sozusagen um einen Generalschlüssel, der in viele verschiedene Schlösser passt. Und diesen Generalschlüssel trägt jeder Mensch als Gehirnbesitzer immer bei sich. Die NeuroBioMed-Therapie arbeitet mit der Freiheit der Gefühle, um diesen Generalschlüssel in jedem Menschen zu finden und in die Schlösser zu stecken, durch die sich Türen zu neuen Gefühlsflüssen öffnen.
Dieses Vorgehen qualifiziert die NeuroBioMed-Therapie dazu, nicht nur das Reizdarm-Syndrom zu heilen, sondern die unter-schiedlichsten psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Bei dem allergrößten Teil dieser körperlichen und seelischen Leiden sind emotionale Anteile oder Verstärker enthalten. Sie alle sind Gefühlswahrnehmungen. Und sie alle funktionieren nach denselben neurobiologischen Grundprinzipien – sowohl in ihrer Entstehung als auch in ihrer Auflösung. Es braucht in den seltensten Fällen Medikamente oder teure Diäten.
Xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Hätte ich noch fünfzig weitere Bücher über all meine Beschwer-den gelesen, ich hätte mich meiner Heilung, meinem Wohlbefinden und meiner Zufriedenheit kein Stückchen genähert. Lesen Sie ruhig ein Buch oder zwei oder drei. Ich kann Ihnen allerdings nicht raten, denselben Fehler zu machen wie ich und zu glauben, Sie würden alle Ihre Probleme lösen, wenn sie sie nur noch ein Stückchen besser begreifen würden. Und wenn ich zwanzigmal gelesen hätte, dass ich lernen muss zu vertrauen, um meinen Kontrollwahn abzuschalten, es hätte noch immer nichts gebracht. Und wenn ich mir ebenso viele Statistiken angesehen hätte, es wäre beim gleichen enttäuschenden Ergebnis geblieben.

Was glauben Sie: können Sie besser fühlen, was Liebe ist, wenn Sie sich eine chemische Formel ansehen, in der einzelne Stoffwechselprozesse beschrieben sind, oder wenn Sie ein Bild eines alten, Händchen haltenden Paares, das auf einer Bank vor einem zugefrorenen See sitzt, sehen? Nun, ich hoffe Sie haben sich ebenfalls für die zweite Variante entschieden und haben damit den ganz realitätsnahen Beweis: Die Worte und Zahlen wirken nicht dort, wo die Gefühle verarbeitet werden. Dort hinab, ins Unbewusste, reichen nur Bilder, Symbole und Gefühle.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Das neuronale System eines jeden Menschen kann sich dabei zu jeder Zeit anpassen und selbst heilen.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Der Körper – die Marionette des Gehirns?

Ich habe noch niemals einen menschlichen Körper ohne Geist,
Bewusstsein oder Unbewusstes gesehen. Warum nicht? Weil es unmöglich ist. Der Körper mit seinen Billionen Körperzellen kann sich nicht selbst steuern. Ob chemischen Fabriken im Darm, Herz, Blase oder Skelettmuskulatur, alle Körperteile benötigen Regulations- und Handlungsanweisungen.
In Ihrem Körper befinden sich ca. 750.000 Kilometer Verbindungen von Nervenfasern. Diese „Steuerleitungen“ überprüfen, aktivieren, blockieren, hemmen oder stabilisieren permanent Organfunktionen, Muskelgruppen, Stoffwechselprozesse oder das Gesamtverhalten. Wir schauen uns die Muskulatur einmal etwas genauer an, denn im Behandlungskonzept wird die unbewusste Steuerungsfähigkeit der Muskulatur als Arbeitsprozess genutzt.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sollten Sie eine Selbsthilfegruppe aufsuchen oder sogar leiten, sei Ihnen noch eine weitere Information mit auf den Weg gegeben. Herbert Schraps, Begründer der NeuroBioMed-Therapie, stellt Selbsthilfegruppen und ehrenamtlichen Helfern das Basiskonzept kostenfrei zur Verfügung, damit in Zukunft noch mehr Menschen vom modernen Ansatz der NeuroBioMed-Therapie profitieren können.

Reizdarm, Ängste und Co. – meine Vorgeschichte
Meine Lieblings-Oma ist mit 56 Jahren an Magen-Darm-Krebs erkrankt und jämmerlich verhungert. Mein Opa mütterlicherseits ist schon lange vor meiner Geburt ebenfalls an Darmkrebs gestorben. Er war gerade einmal 54 Jahre alt. Also nicht die wirklich besten Gene, dachte ich mir, als mich häufig diffuse Magen-Darm-Beschwerden plagten. Meine erste Magenspiegelung hatte ich 1991, im Alter von 22 Jahren. Das Ergebnis war völlig unauffällig und ich war erst mal beruhigt. Ich schob die Bauchschmerzen dann auf den Stress bei der Arbeit und den cholerischen Chef, der nach dem Motto: „Wer am lautesten schreit, hat Recht“ handelte.

Wenn jemand in sein Büro zitiert wurde, blieb die Bürotür immer weit offen, damit auch die ganze Firma mitbekam, was los war. Die arme verheulte Person, die dann immer nach kurzer Dauerbeschallung aus dem Chefzimmer kam, sollte wahrscheinlich als Mahnung für alle Mitarbeiterinnen stehen. Mir blieb dieser Gang in meiner Beschäftigungszeit glücklicherweise erspart, dennoch spürte man jederzeit diesen Druck.

Ich heiratete ein Jahr später, und traf insgeheim die Entscheidung: Entweder du wirst schwanger oder du suchst dir einen anderen Job. 11 Monate später machte die Geburt meiner Tochter mein Glück perfekt. Zweieinhalb Jahre später folgte der kleine Bruder, der sich nicht ganz so pflegeleicht entwickelte. Seine Neurodermitis im Säuglingsalter war eine endlose Reise zu allen mir bekannten Hautärzten und Hautkliniken in der Umgebung. Zu den jeweiligen Erstterminen bei den Fachärzten nahm ich immer mein Sammelsurium an Hautsalben mit, damit mir der gleiche Kram nicht wieder verordnet wurde. Meiner Erfahrung nach werden einem Patienten beim Erstbesuch, gern die gängigen Medkamente verschrieben. Wenn man dann vorweisen kann, was alles bisher nicht funktioniert hat, müssen die Ärzte ein bisschen tiefer in die „Trickkiste“ greifen. Aber jeder Weißkittel kam mit seinem blöden Cortison daher. Ich konnte reden was das Zeug hielt.
Die Haut sah nach spätestens 2 Wochen aus wie geleckt, wenn ich das Cortison dann stufenweise absetzte, war es schlimmer als zuvor. Mein armes Kind schrie Tag und Nacht, und in unserer Familie lagen die Nerven blank. Glücklicherweise
Xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Am Anfang waren wir wirklich sehr erstaunt. Wir nannten die Tabletten schon Sprechperlen. Unsere Tochter erzählte viel mehr und beteiligte sich an Gesprächen. Die Wirkung ließ aber im Laufe der nächsten Wochen erheblich nach, und es zeigten sich die ersten negativen Folgen. Unsere Tochter konnte nicht mehr so gut schlafen und hatte keinen Appetit mehr. Wir hatten den Eindruck, als würde sich auch die Persönlichkeit unserer Tochter verändern.

Früher fand sie immer schnell Kontakt zu anderen Kindern, war jeden Tag verabredet und lachte viel. Auf einmal zog sie sich zurück und machte einen traurigen Eindruck. Zudem litt sie unter Schlafstörungen und nahm stark ab. Der Arzt begründete dieses mit der Bemerkung: Sie würde eben unter der Einnahme des Medikamentes merken, dass sie „anders“ ist. Zu allem Übel hörten wir noch, dass das Medikament im Alter Parkinson begünstige. Daraufhin setzten wir die Tabletten ab und konsultierten erst mal keine Schulmediziner mehr.

2005 erkrankte mein Vater dann schwer an Lungenkrebs. Die 5-Jahresüberlebensrate liegt dabei unter 10 Prozent. Meine Eltern wollten davon aber nichts hören, deshalb stand ich mit meiner Angst und meinen Sorgen ganz allein da. Das kleinzellige Bronchialkarzinom im fortgeschrittenen Stadium sorgte dafür, dass mein Vater erst arbeitslos und dann auch noch depressiv wurde. Da er Privatpatient war, bekam er leider die beste und teuerste Behandlung. Die Ärzte und das Krankenhaus freuten sich sicherlich, und überwiesen ihn für die Operation, bei der ein Lungenflügel entfernt wurde, nur ungern in eine Lungenfachklinik. Durch die Bestrahlung, die OP und die abschließende Chemotherapie verlängerte sich sein Leiden um ein ganzes Jahr.

Bis 2006 verstärkten sich meine Magenbeschwerden soweit, dass ich mit meiner Hausapotheke nicht mehr weiter wusste und eine Nacht im Krankenhaus verbrachte. Eine Magenspiegelung im
August 2006 ergab „lediglich“ eine chronische Magenschleimhautentzündung des Magenausgangs, chronische Oberflächengastritis des Corpus, und eine chronische Ösophagitis.

Helicobacter-Bakterien, die ursächlich für die Beschwerden verantwortlich wären, wurden nicht nachgewiesen. Deshalb hielten die Ärzte wohl auch keine weiteren Maßnahmen oder Behandlun-gen für nötig. Auf eigene Faust leierte ich dann das Procedere für eine Mutter-Kind-Kur an. Unterstützung bekam ich von dem Allge-mein-Mediziner, der schon meinen Sohn als Säugling behandelte, und seine Neurodermitis ohne Cortison in den Griff bekam. Die Kur wurde dann auch prompt bewilligt. Leider verstärkten sich die Symptome dort sogar. Ich bekam MCP Tropfen gegen die Magen-Darm-Beschwerden, jedoch ohne den erwünschten Erfolg. Weitere Maßnahmen waren dort nicht möglich. Man empfahl mir, bei meiner Rückkehr wieder die behandelnden Ärzte zu Hause aufzusuchen.
2007 kam dann endlich jemand darauf, mich zum Gastroenterologen, einem Facharzt für Magen-Darm-Geschichten, zu überweisen. Mittels Ultraschall wurden ein paar kleine Gallensteine sichtbar. Nicht besonders gut, aber nicht ausschlaggebend für meine Beschwerden. Na super, dachte ich mir, genau das, was ich hören wollte.

Die erste Diagnose
Daraufhin wurde ich auf Fructose-Intoleranz getestet, mit überwältigendem „Erfolg“. Zehn Leidgenossen durften mit mir gemein-sam in einem Zimmer eine hoch konzentrierte Fructoselösung trinken. Nach jeweils 15 Minuten wurde in ein kleines handliches Messgerät gepustet.
Dort wurde die Wasserstoffkonzentration in der Aus-Atemluft gemessen. Bis zu 2 Stunden danach kann sich der Ausgangswert von 0-1 auf über 20 erhöhen. Ich durfte nach 60 Minuten nach Hau-se gehen, weil mein Wert schon auf 85 angestiegen war. Ich bekam eine Info-Mappe mit den Fructosewerten der gängigsten Lebensmittel mit, und sollte mich drei Monate von Dinkelbrot, Reis, Nudeln, Milch, Joghurt, Fisch und Fleisch ernähren, und danach wieder stufenweise einzelne Lebensmittel austesten. Als Leckerchen zwischendurch waren noch Reiswaffeln erlaubt. Zu trinken gab es aus-schließlich stilles Wasser und Kräutertee.

Hätte ich das schon 20 Jahre eher gewusst, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen. Dennoch ließ mich die Diagnose ziemlich deprimiert zurück. Kein Zucker, kein Obst, keine Süßigkeiten, kein Kuchen nur noch einige wenige Gemüsesorten. Das sollte mein Leben sein? Ich hielt jedoch eisern durch und stellte meine komplette Ernährung um. Leider besserte sich mein Beschwerdebild nur geringfügig. Ich achtete auf die Inhaltsstoffe jeglicher Produkte: Es kam nichts mehr in den Einkaufswagen, was nicht 100% reines Lebensmittel enthielt. Fertigprodukte, Dosen, Päckchensoßen und auswärts essen, wurden gemieden.
Nach 2 Jahren trieben mich die ständigen Bauchschmerzen wie-der zum Gastroenterologen. Der angeordnete Lactosetest war von den Werten her unauffällig, die Beschwerden beim Verzehr gewisser Milchprodukte blieben unverändert. Frischmilch, Butter und Käse vertrug ich ganz gut, aber Joghurt und Quark verursachten bei mir Magenkrämpfe. Also ließ ich auch diese Lebensmittel weg.

Eine neuerliche Magenspiegelung und eine anschließende Darmspiegelung ergab nichts Neues. Die Diagnose Reizmagen und Reizdarm wurde geäußert, aber so nennt man es wohl immer, wenn die Mediziner nichts Konkretes finden. Direkt nach den beiden Un-tersuchungen drückte man mir noch einen Zettel in die Hand: Histamin-Intoleranz und Eliminationsdiät stand darauf. Was zum Geier war das schon wieder? Hatte ich nicht schon genug Lebens-mittel, die ich meiden musste?

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Meine Erfahrungen mit der Naturheilkunde
Von Mai bis Oktober 2010 kämpfte ich, trotz eisern eingehaltener Diät, wieder verstärkt mit Magen-Darm-Krämpfen, Menstruationsstörungen und ständigen Infekten. Die Gastroenterologen boten mir ein weiteres Mal diverse Spiegelungen an, waren aber ansonsten hilflos. Mein Gewicht hatte sich mittlerweile um 10 Kilo reduziert und ich war am Ende mit meiner sonst unerschöpflichen Energie. Auf der Suche nach Hilfe begab ich mich nach allem in die Hände einer Frauenärztin, die sich im Bereich der Ernährungsmedizin und Naturheilverfahren weitergebildet hatte. Eine sogenannte Prognos-Messung ergab eine Vielzahl von energetischen Veränderungen:

Disharmonie im Meridiansystem – Energiemangel
Hypofunktion B1-Meridian
Viren und Parasiten – iiih, wie eklig
Narbenstörfelder
Geopathie-Belastung – also Schlafplatz umstellen
Gemessene Pilzbelastung
Gemessene Keime – Torulopsis-Borrelien
Schwermetall Cadmium
Übersäuerung
Histamin-Dihydro-Empfindlichkeit
Nahrungsmittel-Empfindlichkeit (Glutamat, Nüsse, Weizen, Lactose)

 

Die Therapie-Empfehlung enthielt nur Selbstzahler-Leistungen:
6-8 x Bio-Resonanz – Therapie
Krankmachende Schwingungen sollen abgeschwächt oder komplett gelöscht werden „Was probiert man nicht alles, um gesund zu werden! Zu der Behandlung kann ich nur sagen: Man hört nichts, man sieht nichts, man spürt nichts.“ Im Nachhinein las ich, dass die Verbraucherzentrale schrieb, dass es sich dabei um legalen Betrug handelt…wow – und das von einer Ärztin – man darf manchen Weißkitteln nichts mehr glauben…

6 x Vitamin C Infusionen

Textbereiche fehlen – sie wurden in
der Leseprobe gekürzt. Ebook und Buch:
www.trancemed.de/shop

Durch die Behandlungen bin ich mittlerweile einen Haufen Geld losgeworden. Hinterher ist man schlauer: Die Prognos-Messung basiert wohl auch auf Wunderglaube & Co. Dazu lässt eine akute Magenschleimhautentzündung mein Gewicht auf 47 kg schrump-fen. 2 Reiswaffeln kriege ich pro Tag mit Müh und Not runter. Bauchweh und Sodbrennen gönnen mir auch nachts keine Erholung.
Mein Gastroenterologe ist ratlos und kennt auch keine Klinik, die sich auf Patienten mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten spezia-lisiert hat. Er empfiehlt mir noch eine Ernährungsberatung. Die von mir aufgesuchte Dame kannte sich nur leider nicht mit Histamin-Intoleranzen aus. Mein Wissen aus Büchern war umfangreicher als das der Ernährungsberaterin.

 

 

 

Zusätzliche Information

PDF-Datei

PDF-Reader erforderlich

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „Reizdarm, Ängste und Schmerzen / eBook – PDF Datei“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.